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Ein Podiumsgespräch zur Kommunalwahl

Bauen, Mieten, Kaufen, Wohnen: Wie kann Wohnraum in Frankfurt finanzierbar werden?

Ein Podiumsgespräch zur Kommunalwahl 

 

Am Freitag, den 20. Februar 2026, fand im Großen Saal des BiKuz Höchst eine Podiumsdiskussion zum Thema Mieten statt. Die Q2 und Q4 des im Gebäude untergebrachten Friedrich-Dessauer-Gymnasiums durften der Diskussion zuhören und zum Schluss Fragen an die Beteiligten richten. Die Veranstaltung diente dazu, die Ansichten verschiedener Vertreter zum Thema Wohnen kennenzulernen; über das Thema war im Vorfeld in den einzelnen Tutorien abgestimmt worden. 

Auf der Bühne vertreten waren die FDP durch Sebastian Papke, der AStA Frankfurt (Allgemeiner Studierendenausschuss) durch Timo Wenniger, Bündnis 90/Die Grünen durch Johannes Lauterwald sowie Haus & Grund durch Gregor Weil, die Moderation wurde von FDG-Schülern übernommen. Papke und Weil sind beide Eigentümer einer Wohnung beziehungsweise eines Hauses, während Wenniger und Lauterwald zur Miete leben. Ein Punkt, bei dem sich alle vier einig waren, ist der Mangel an Wohnraum in Frankfurt am Main. Während Papke die Meinung vertrat, man solle regelmäßig mehr Wohnraum schaffen, sprachen Wenniger und Lauterwald den Leerstand in der Stadt an, wobei Lauterwald eine Zahl von 13.000 konstant leer stehenden Wohnungen betonte. Weil widersprach dieser Aussage und erklärte, es seien nur 8.000 dauerhaft leere Wohnungen, die übrigen würden nach einigen Monaten wieder vermietet; zugleich betonte er, dass Leerstand wichtig sei, da man ohne ihn innerhalb Frankfurts nicht mehr umziehen könne. Auf die Frage der Mietpreisbremse äußerte sich Wenniger, diese helfe nur bedingt und betreffe lediglich Wohnungen, auf die Frankfurt selbst Einfluss habe; so zahlten Studierende im Durchschnitt 53 Prozent ihres Einkommens für Miete, wodurch unter anderem andere studentische Aktivitäten vernachlässigt würden. Johannes Lauterwald ergänzte, dass die Mietpreisbremse nur dann funktioniere, wenn es nicht zu viele Schlupflöcher gebe, zudem sei das entsprechende Gutachten anfechtbar. 

Insgesamt ging aus der Diskussion hervor, dass mehr Wohnraum geschaffen und dafür die Bürokratie reduziert werden müsse, zudem sollten besonders Studierende und Auszubildende gezielt gefördert werden, statt pauschale Zuschüsse zu vergeben, und es solle verstärkt an der Modernisierung von Häusern gearbeitet werden, um den CO₂-Ausstoß zu verringern. Insgesamt war es eine sehr interessante, informative und gelungene Veranstaltung. 

 

Verena Alfonso Q2, Sarina Kaminiarz Q2, Ruth Franken Q2

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